Zahl der arbeitslosen Menschen mit Behinderung ist leicht gesunken - Arbeitgebernahe Beratung bei den Kammern stärken

Westfalen (lwl). Die Zahl von arbeitslosen Menschen mit Behinderung in Westfalen ist im Mai 2021 erneut leicht gesunken. Sie betrug 24.489 Menschen mit Behinderung (davon 14.711 Männer und 9.778 Frauen), teilt der Landschaftsverband-Westfalen-Lippe (LWL) aktuell mit.

 

Im Vergleich zum April ist die Zahl um 308 Personen, im Vergleich zum Vorjahr um 71 Personen gesunken. Gegenüber dem Monat Mai 2019, also vor Corona, sind die Zahlen aber immer noch um 2.299 Personen höher.

"Das neue Teilhabestärkungsgesetz sieht eine verstärkte arbeitgebernahe Beratung vor", sagt der LWL-Sozialdezernent Matthias Münning. "In Westfalen-Lippe haben wir das mit den Integrationsfachdiensten, den Inklusionsberatern bei einigen Kammern, den eigenen Beratungsangeboten des LWL-Inklusionsamts Arbeit und dessen inklusiver Internetseite schon gut umgesetzt. Wir würden uns aber wünschen, dass mehr Kammern eine Fachberaterstelle einrichten. Wir werden dazu auf die Kammern zugehen."

Hintergrund
Das LWL-Inklusionsamt Arbeit bietet vom Kündigungsschutz, über begleitende Hilfen am Arbeitsplatz, Unterstützung durch Integrationsfachdienste und weitere Fachdienste oder der Förderung von Inklusionsbetrieben auch Unterstützung beim Übergang von der Schule in den Beruf und Beschäftigungsmöglichkeiten in einer Werkstatt für behinderte Menschen an. Im Bereich des Kündigungsschutzes und der Begleitenden Hilfen im Arbeitsleben arbeitet der LWL eng mit den örtlichen Fachstellen Behinderte Menschen im Beruf zusammen.

Das LWL-Inklusionsamt Arbeit umfasst die Aufgaben des Schwerbehindertenrechts und die Aufgaben zur Teilhabe an Arbeit aus der sogenannten Eingliederungshilfe. Es hat die Aufgabe, private und öffentliche Arbeitgeber im Sinne der Inklusion dabei zu unterstützen, behinderungsgerechte Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen zu schaffen und zu erhalten.

Hierfür steht dem LWL-Inklusionsamt Arbeit ein breit gefächertes Angebot an Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung - personeller, technischer wie auch finanzieller Art. Neben der behinderungsgerechten Ausstattung der Arbeitsplätze bilden die Beratung der betroffenen Menschen und der Arbeitgeber sowie der besondere Kündigungsschutz Schwerpunkte in der Arbeit der LWL-Abteilung.

47 örtliche Fachstellen "Behinderte Menschen im Beruf" sind bei den kreisfreien Städten, den Landkreisen sowie bei einigen kreisangehörigen Städten und Gemeinden angesiedelt und erbringen Beratung und Unterstützung in den Bereichen Besonderer Kündigungsschutz und Begleitende Hilfen im Arbeitsleben.

Hier finden Sie eine Übersicht (PDF-Dokument) zu den Arbeitslosenzahlen von Mai 2021 im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr.