Doppelte Diskriminierung - Aktion Mensch untersuchte die Erwerbssituation von Frauen mit Behinderung

Frauen mit Schwerbehinderung sind auf dem Arbeitsmarkt gleich doppelt benachteiligt: Als Frau und als Menschen mit Behinderung.

Dies zeigt eine repräsentative Studie der Aktion Mensch. Frauen bilden das Schlusslicht beim Lohn sowie bei Vollzeit- und Führungspositionen und sind durch Haushalts- und Familienaufgaben besonders belastet. Bei der Erhebung wurde zum ersten Mal ein systematischer Vergleich der Erwerbssituation von Frauen mit und ohne Schwerbehinderung sowie den entsprechenden männlichen Bevölkerungsgruppen vorgenommen.

Der Studie zufolge erhalten Frauen mit Behinderung für ihre berufliche Tätigkeit im Gruppenvergleich die niedrigste Entlohnung – auch in der Einkommenskategorie unter 1.000 Euro netto sind sie mit fast einem Drittel am häufigsten vertreten. Dabei zeigt sich auch unter den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Behinderung ein eindeutiges geschlechtsspezifisches Lohngefälle: Im Durchschnitt verdienen weibliche Erwerbstätige mit Behinderung 667 Euro netto weniger pro Monat als ihre männlichen Pendants.

 

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Aktion Mensch e.V., Bonn, und SINUS-Institut, Heidelberg/Berlin 2021

Hier gibt es die Studie zu geschlechtsspezifischen Unterschieden bei der Teilhabe am Erwerbsleben "Situation von Frauen mit Schwerbehinderung am Arbeitsmarkt" zum Download.