Integrationsfachdienste haben knapp 830 Menschen mit Behinderung in Arbeit vermittelt

Münster (lwl). Die 20 Integrationsfachdienste in Westfalen-Lippe haben 2017 im Auftrag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) über 13.000 Menschen mit Behinderung und deren Arbeitgeber beraten und intensiv betreut. Der Sozialausschuss des LWL hat jetzt in Münster beschlossen, für die Integrationsfachdienste (IFD) im kommenden Jahr rund 15 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

Positiv sei unter anderem, dass es den IFD gelungen sei, rund 80 Prozent von rund 2.600 gefährdeten Arbeitsverhältnissen durch intensive Beratung und Betreuung zu erhalten, hieß es in Münster. "Wir werden unsere Bemühungen, Menschen mit Behinderung beim Übergang aus den Schulen und den Werkstätten für Menschen mit Behinderung auf den ersten Arbeitsmarkt zu helfen, weiter verstärken", sagte LWL-Sozialdezernent Matthias Münning. 830 schwerbehinderte Menschen haben die Integrationsfachdienste 2017 in den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt. "Darunter waren knapp 100 ehemalige Beschäftigte aus Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Außerdem ist es den Integrationsfachdiensten seit 2012 gelungen, 531 Schulentlassene aus Förderschulen auf den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln", so Münning.

Hintergrund
Die IFD in Westfalen-Lippe arbeiten im Auftrag des LWL-Integrationsamtes, sie sind auch tätig für Rehabilitationsträger, wie für Jobcenter und die Agenturen für Arbeit. Das LWL-Integrationsamt finanzierte die Integrationsfachdienste im vergangenen Jahr mit rund 13,7 Millionen Euro aus der sogenannten Ausgleichsabgabe, für 2019 stellt der LWL rund 15 Millionen Euro bereit. Die Kontaktadressen finden sich unter: www.ifd-westfalen.de.

Film zum Thema
Der LWL hat einen Film über das Integrationsunternehmen ge-gra muster aus Emsdetten im Internet veröffentlicht (http://www.video.lwl.org/soziales/integrationsunternehmen/ge-gra-muster). Der Beitrag über das Unternehmen, das 13 Mitarbeiter mit einer Behinderung beschäftigt, schildert auch, wie der Integrationsfachdienst im Kreis Steinfurt die Teamkollegen mit Behinderung und das Unternehmen bei der Arbeit unterstützt.

 

Quelle:

Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
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