Inklusionsbetriebe haben bei Vermittlung von Menschen mit Behinderung Schlüsselrolle - Statistischer Effekt lässt Arbeitslosenzahl steigen

Westfalen (lwl). Die Zahl von arbeitslosen Menschen mit Behinderung hat sich im Mai deutlich erhöht. Ausschlaggebend dafür ist vor allem ein statistischer Effekt: Die Jobcenter haben den Arbeitslosenstatus der von ihnen betreuten Personen überprüft und haben daraufhin die Zahl nach oben korrigiert. Insgesamt hat in Westfalen-Lippe die Zahl der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen im Vergleich zum Vormonat um 512 zugenommen. Der Landschaftsverband-Westfalen-Lippe (LWL) teilt aktuell mit, dass Ende Mai 22.190 Menschen mit Behinderung in Westfalen-Lippe ohne Arbeit waren (davon 13.441 Männer und 8.749 Frauen). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl um 304 Personen gestiegen.

"In Westfalen-Lippe gibt es besonders viele Inklusionsbetriebe, mittlerweile sind es 165", sagt LWL-Sozialdezernent Matthias Münning. "Die Inklusionsbetriebe sind eine besondere Chance für Menschen mit Behinderungen, da sie Unternehmen des Allgemeinen Arbeitsmarkts sind, aber besondere Rahmenbedingungen bieten können." Das LWL-Inklusionsamt Arbeit unterstützt Inklusionsbetriebe und setzt dabei auch Landes- und Bundesmittel ein. Mehr Informationen zu Inklusionsbetrieben in Westfalen-Lippe finden sich unter http://www.lwl-inklusionsamt-arbeit.de/leistungen/inklusionsbetriebe.


Hintergrund
Das LWL-Inklusionsamt Arbeit kombiniert die Aufgaben des Schwerbehindertenrechts mit den Aufgaben zur Teilhabe an Arbeit aus der Eingliederungshilfe. Es hat die Aufgabe, private und öffentliche Arbeitgeber im Sinne der Inklusion dabei zu unterstützen, behinderungsgerechte Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen zu schaffen und zu erhalten. Hierfür steht dem LWL- Inklusionsamt Arbeit ein breit gefächertes Angebot an Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung - personeller, technischer wie auch finanzieller Art. Neben der behinderungsgerechten Ausstattung der Arbeitsplätze bilden die Beratung der betroffenen Menschen und der Arbeitgeber sowie der besondere Kündigungsschutz Schwerpunkte in der Arbeit der LWL-Abteilung.
47 örtliche Fachstellen Behinderte Menschen im Beruf sind bei den kreisfreien Städten, den Landkreisen sowie bei einigen kreisangehörigen Städten und Gemeinden angesiedelt und erbringen Beratung und Unterstützung in den Bereichen Besonderer Kündigungsschutz und Begleitende Hilfen im Arbeitsleben.

Hier finden Sie eine Übersicht (PDF-Dokument) zu den Arbeitslosenzahlen von Mai 2019 im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr.