Arbeitslosenzahlen im April – dem Fachkräftemangel mit der Einstellung von schwerbehinderten Arbeitslosen begegnen (Kopie 1)

Westfalen (lwl). Die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Behinderung hat sich im April 2018 in den Arbeitsagenturbezirken leicht verringert. Insgesamt hat in Westfalen-Lippe die Zahl der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen im Vergleich zum Vormonat um 15 Personen abgenommen.

Der Landschaftsverband-Westfalen-Lippe (LWL) teilt aktuell mit, dass Ende April 2018 21.869 Menschen mit Behinderung in Westfalen-Lippe ohne Arbeit waren (davon 13.373 Männer und 8.496 Frauen). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl um 21 Personen gesunken.

"Die Entwicklung am Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung ist von der Entwicklung am allgemeinen Arbeitsmarkt abgekoppelt. So schlägt die gute Konjunktur weniger gut zu Buche", sagt LWL-Sozialdezernent Matthias Münning. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei Menschen mit Behinderung betrug im Jahr 2017 1,28 %, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt aber 3,37%. Münning ergänzt: "Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW hat den Landtag gerade auf diesen Zusammenhang hingewiesen, dabei aber auch die gute Arbeit der Landschaftsverbände bei der Unterstützung des Übergangs von Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt hervorgehoben. Gemeinsame Überzeugung ist aber, dass das noch nicht ausreicht, sondern beständig weiter am Ziel Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gearbeitet werden muss."

Hintergrund
Das LWL-Integrationsamt hat die Aufgabe, private und öffentliche Arbeitgeber im Sinne der Inklusion dabei zu unterstützen, behinderungsgerechte Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen zu schaffen und zu erhalten. Hierfür steht dem LWL- Integrationsamt ein breit gefächertes Angebot an Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung - personeller, technischer wie auch finanzieller Art. Neben der behinderungsgerechten Ausstattung der Arbeitsplätze bilden die Beratung der betroffenen Menschen und der Arbeitgeber sowie der besondere Kündigungsschutz Schwerpunkte in der Arbeit der LWL-Abteilung.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH) hat in ihrem Jahresbericht 2016/2017 detailliertere Zahlen auch zur Qualifikation schwerbehinderter Arbeitsloser zur Verfügung gestellt. Der Jahresbericht kann unter http://www.integrationsaemter.de heruntergeladen werden.

Hier finden Sie eine Übersicht (PDF-Dokument) zu den Arbeitslosenzahlen von April 2018 im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr.

Quelle:

Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

presse(at)lwl.org