Zahl der arbeitslosen Menschen mit Behinderung ist im März gesunken - LWL-Projekt "Neue Teilhabeplanung Arbeit" stärkt Netzwerke in sechs Kommunen

Westfalen (lwl). Der Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung hat sich im März erneut deutlich verbessert. Insgesamt hat in Westfalen-Lippe die Zahl der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen im Vergleich zum Vormonat um 177 abgenommen. Der Landschaftsverband-Westfalen-Lippe (LWL) teilt mit, dass Ende März 21.805 Menschen mit Behinderung in Westfalen-Lippe ohne Arbeit waren (davon 13.274 Männer und 8.531 Frauen). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl um 79 gesunken.

"Mit dem Frühling kommt auch eine Belebung des Arbeitsmarktes für Menschen mit Behinderung", sagt LWL-Sozialdezernent Matthias Münning. "Um Menschen mit Behinderung eine umfassende Unterstützung des LWL-Inklusionsamtes Arbeit anzubieten, startet das LWL-Inklusionsamt Arbeit das Projekt 'Neue Teilhabeplanung Arbeit' in drei Kreisen und drei Städten in Westfalen-Lippe." Michael Wedershoven, Leiter des LWL-Inklusionsamtes Arbeit, ergänzt, dass "das Projekt auf der einen Seite ein ganzheitliches Fallmanagement entwickeln soll und auf der anderen Seite die lokalen Netzwerke stärken wird." Innerhalb der nächsten zwei Jahre wird ein sogenanntes Teilhabeplanverfahren für alle Leistungen des LWL-Inklusionsamts Arbeit entwickelt und dann im praktischen Einsatz erprobt. Ziel ist, dass jeder Mensch mit Behinderung unabhängig von seinem speziellen Bedarf mit möglichst nur einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter des LWL-Inklusionsamts Arbeit zu tun hat. Beteiligt sind die Städte Bochum, Hamm und Münster sowie die Kreis Herford, Siegen-Wittgenstein und Warendorf.

Das LWL-Inklusionsamt Arbeit bietet vom Kündigungsschutz, über begleitende Hilfen am Arbeitsplatz, Unterstützung durch Integrationsfachdienste und weitere Fachdienste oder der Förderung von Inklusionsbetrieben auch Unterstützung beim Übergang von der Schule in den Beruf und Beschäftigungsmöglichkeiten in einer Werkstatt für behinderte Menschen an. Im Bereich des Kündigungsschutzes und der Begleitenden Hilfen im Arbeitsleben arbeitet der LWL eng mit den örtlichen Fachstellen Behinderte Menschen im Beruf zusammen.

Hintergrund
Das LWL-Inklusionsamt Arbeit vereinigt die Aufgaben des Schwerbehindertenrechts mit den Aufgaben zur Teilhabe an Arbeit aus der Eingliederungshilfe. Es hat die Aufgabe, private und öffentliche Arbeitgeber im Sinne der Inklusion dabei zu unterstützen, behinderungsgerechte Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen zu schaffen und zu erhalten. Hierfür steht dem LWL- Inklusionsamt Arbeit ein breit gefächertes Angebot an Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung - personeller, technischer wie auch finanzieller Art. Neben der behinderungsgerechten Ausstattung der Arbeitsplätze bilden die Beratung der betroffenen Menschen und der Arbeitgeber sowie der besondere Kündigungsschutz Schwerpunkte in der Arbeit der LWL-Abteilung.

Die 47 örtlichen Fachstellen Behinderte Menschen im Beruf sind bei den kreisfreien Städten, den Landkreisen sowie bei einigen kreisangehörigen Städten und Gemeinden angesiedelt und erbringen Beratung und Unterstützung in den Bereichen Besonderer Kündigungsschutz und Begleitende Hilfen im Arbeitsleben.

Hier finden Sie eine Übersicht (PDF-Dokument) zu den Arbeitslosenzahlen von Februar 2019 im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr.