Starker Anstieg der Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderung in Westfalen-Lippe

Westfalen (lwl). Der Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung hat sich im Januar deutlich verschlechtert. Insgesamt hat in Westfalen-Lippe die Zahl der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen im Vergleich zum Vormonat um 777 Personen zugenommen. Der Landschaftsverband-Westfalen-Lippe (LWL) teilt aktuell mit, dass Ende Januar 22.257 Menschen mit Behinderung in Westfalen-Lippe ohne Arbeit waren (davon 13.526 Männer und 8.731 Frauen). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl um 132 Personen gestiegen.

"Die Konjunktur verschlechtert sich. Das bekommen insbesondere Menschen mit Behinderungen deutlich zu spüren", sagt der LWL-Sozialdezernent Matthias Münning. "Umso wichtiger ist es, jede Möglichkeit zum Erhalt von Arbeitsplätzen zu nutzen und neue Beschäftigungschancen zu schaffen. Dafür bietet der LWL seine Unterstützung an."

Das LWL-Inklusionsamt Arbeit bietet vom Kündigungsschutz, über begleitende Hilfen am Arbeitsplatz bis zur Unterstützung durch Integrationsfachdienste und weitere Fachdienste Hilfen an. Außerdem fördert der LWL Inklusionsbetriebe, unterstützt jungen Menschen mit Behinderung beim Übergang von der Schule in den Beruf und sorgt für Beschäftigungsmöglichkeiten in Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Im Bereich des Kündigungsschutzes und der Begleitenden Hilfen im Arbeitsleben arbeitet das LWL-Inklusionsamt Arbeit eng mit den örtlichen Fachstellen Behinderte Menschen im Beruf zusammen.

Hintergrund
Das LWL-Inklusionsamt Arbeit vereinigt unter dem neuen Namen die bisherigen Aufgaben des Schwerbehindertenrechts mit den Aufgaben zur Teilhabe an Arbeit aus der Eingliederungshilfe. Es hat die Aufgabe, private und öffentliche Arbeitgeber im Sinne der Inklusion dabei zu unterstützen, behinderungsgerechte Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen zu schaffen und zu erhalten. Hierfür steht dem LWL-Inklusionsamt Arbeit ein breit gefächertes Angebot an Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung - personeller, technischer wie auch finanzieller Art. Neben der behinderungsgerechten Ausstattung der Arbeitsplätze bilden die Beratung der betroffenen Menschen und der Arbeitgeber sowie der besondere Kündigungsschutz Schwerpunkte in der Arbeit der LWL-Abteilung.
Die 47 örtlichen Fachstellen Behinderte Menschen im Beruf sind bei den kreisfreien Städten, den Landkreisen sowie bei einigen kreisangehörigen Städten und Gemeinden angesiedelt und erbringen Beratung und Unterstützung in den Bereichen Besonderer Kündigungsschutz und Begleitende Hilfen im Arbeitsleben.

Hier finden Sie eine Übersicht (PDF-Dokument) zu den Arbeitslosenzahlen von Januar 2019 im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr.

Quelle:

Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235