Themenbericht „Situation der schwerbehinderten Menschen am Arbeitsmarkt“

Der neue Themenbericht stellt – wie bereits im Jahr 2013 – die Situation von Menschen mit Schwerbehinderung auf dem nordrhein-westfälischen Arbeitsmarkt dar. Beleuchtet werden insbesondere die Themen demographische Entwicklung, berufliche Ausbildung, Beschäftigung sowie Arbeitslosigkeit.

In Nordrhein-Westfalen leben zum 31.12.2017 rd. 1,8 Mio. schwerbehinderte Menschen, das entspricht einem Anteil von 10,1 % an der Gesamtbevölkerung. 2011 lag der Anteil noch bei 9,6 %.

Die Zahl der Frauen mit Schwerbehinderung nimmt dabei stärker zu als die der Männer. Hintergrund dürfte die steigende Teilnahme am Erwerbsleben und die damit einhergehende steigende Attraktivität des Schwerbehindertenstatus für Frauen sein.

Mehr als die Hälfte der 1,8 Mio. schwerbehinderten Menschen sind bereits 65 Jahre und älter. Rund 765.000 der Menschen mit Schwerbehinderung sind im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 65 Jahren.

Von 2011 bis 2016 ist die Zahl der Auszubildenden in den Ausbildungsberufen für Menschen mit Behinderung um rd. -18 % gesunken und damit deutlich stärker als die Zahl der Auszubildenden insgesamt (rd. -9,0 %).

Zwischen 2010 und 2015 hat die Zahl der Beschäftigten mit Schwerbehinderung im Bereich der Kleinbetriebe (weniger als 20 Mitarbeitende) von rd. 28.000 auf rd. 36.000 (+28,7 %) zugenommen. Die meisten der insgesamt rd. 309.000 Beschäftigten mit Schwerbehinderung arbeiteten im Jahr 2015 allerdings in Unternehmen mit mindestens 20 Arbeitsplätzen. In diesem Sektor ist die Beschäftigung zwischen 2010 und 2015 um 13,6 % gestiegen.

Die öffentlichen Arbeitgeber beschäftigen rd. 82.000 Menschen mit Schwerbehinderung, das sind rd. 29 % aller Beschäftigten mit Schwerbehinderung. Die Beschäftigungsquote ist mit 7,1 % deutlich höher als im privaten Bereich (4,7 %).

Die schwierigere Integration schwerbehinderter Arbeitsloser in den Arbeitsmarkt hat zur Folge, dass sich in den letzten Jahren die Zahl der Langzeitarbeitslosen mit Schwerbehinderung vergleichsweise schlechter entwickelt hat als bei den Langzeitarbeitslosen ohne Schwerbehinderung.

Weitere umfassende Auswertungen finden sich im hier veröffentlichten Themenbericht.